Thomas Riess – Reiseblogger, Fotograf und Thailand-Experte.

Als Reiseblogger, Fotograf und Inhaber der Hochzeitsagentur heiraten-thailand.com kennt Thomas Riess die schönsten Orte aus erster Hand. Seit vielen Jahren lebt er in Thailand und teilt auf sonneaufderhaut.com seine Erfahrungen und Geheimtipps.

15 Thai Food Gerichte, die Du in Thailand probieren solltest

Thailand ist ein Paradies für alle, die gerne gut essen. An kleinen Garküchen, auf Nachtmärkten und in einfachen Restaurants werden Gerichte frisch zubereitet, die süße, saure, salzige und scharfe Aromen miteinander verbinden.

Viele Reisende beginnen ihre kulinarische Entdeckungsreise mit Pad Thai oder gebratenem Reis. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden – beide Gerichte gehören zu den bekanntesten Klassikern der thailändischen Küche. Thai Food hat jedoch noch viel mehr zu bieten.

Cremige Currys, aromatische Suppen, würzige Wokgerichte, frische Salate und regionale Spezialitäten machen das Essen in Thailand zu einem wichtigen Teil jeder Reise. Einige Gerichte sind angenehm mild, andere können selbst erfahrene Chili-Fans ins Schwitzen bringen.

In dieser Übersicht stellen wir Dir 15 bekannte und beliebte thailändische Gerichte vor. Die Reihenfolge orientiert sich daran, wie bekannt und beliebt die Speisen bei Thailand-Urlaubern und Einheimischen sind.

Viele der vorgestellten Gerichte kannst Du auch ganz einfach zu Hause nachkochen. Zu zahlreichen Klassikern findest Du bei uns ausführliche und erprobte Thai-Rezepte mit Zutatenlisten, verständlichen Zubereitungsschritten und praktischen Tipps direkt aus Thailand.

15 Thai Food Gerichte Anzeigen

Die bekanntesten Thai Food-Gerichte im Überblick

  1. Pad Thai
  2. Pad Kra Pao
  3. Khao Pad
  4. Tom Yam Goong
  5. Grünes Curry
  6. Som Tam
  7. Massaman Curry
  8. Panaeng Curry
  9. Tom Kha Gai
  10. Pad See Ew
  11. Gai Pad Med Mamuang
  12. Khao Soi
  13. Larb
  14. Khao Pad Sapparot
  15. Mango Sticky Rice

1. Pad Thai (ผัดไทย) – Thailands berühmtestes Nudelgericht

Pad Thai gehört zu den bekanntesten thailändischen Gerichten und steht auf den Speisekarten fast aller Restaurants in den touristischen Regionen. Auch auf Nachtmärkten und an mobilen Garküchen wird der Klassiker frisch im Wok zubereitet.

Pad Thai mit Garnelen

Die Grundlage bilden flache Reisnudeln, die mit Ei, Tofu, Sojasprossen und einer würzigen Sauce gebraten werden. Tamarinde sorgt für eine leicht säuerliche Note, während Fischsauce, Palmzucker und weitere Gewürze das typische Zusammenspiel aus süß, salzig und sauer erzeugen.

Besonders bekannt ist Pad Thai Goong mit Garnelen. Daneben gibt es Varianten mit Hähnchen, Schweinefleisch oder ausschließlich mit Tofu und Gemüse. Serviert wird das Gericht normalerweise mit gehackten Erdnüssen, frischen Sojasprossen, Schnittknoblauch und einem Stück Limette. Pad Thai ist meist nur leicht scharf und eignet sich deshalb hervorragend für alle, die sich zum ersten Mal an thailändisches Essen herantasten.

Geschmack: süßlich, säuerlich und leicht würzig
Schärfe: mild
Typische Variante: Pad Thai Goong mit Garnelen

2. Pad Kra Pao (ผัดกะเพรา) – würziges Basilikumgericht aus dem Wok

Pad Kra Pao zählt zu den beliebtesten Alltagsgerichten Thailands. Es wird schnell zubereitet, ist an unzähligen Garküchen erhältlich und wird meistens direkt auf einer Portion Jasminreis serviert.

Für das Gericht werden Fleisch, Knoblauch und frische Chilis bei hoher Temperatur im Wok gebraten. Kurz vor dem Servieren kommt Bai Kra Pao hinzu. Dieses als Holy Basil oder Heiliges Basilikum bekannte Kraut gibt dem Gericht sein unverwechselbares, leicht pfeffriges Aroma.

Pad Kra Pao Rezept zum selber Kochen

Besonders verbreitet sind Pad Kra Pao Moo mit Schweinefleisch und Pad Kra Pao Gai mit Hähnchen. Je nach Garküche wird gehacktes oder klein geschnittenes Fleisch verwendet.

Sehr beliebt ist die Kombination mit einem knusprig gebratenen Spiegelei. Möchtest Du Dein Pad Kra Pao mit Ei bestellen, sagst Du einfach „Kai Dao“. Das Eigelb darf dabei gerne noch etwas weich sein und vermischt sich beim Essen mit Reis und Sauce.

Pad Kra Pao wird in Thailand häufig recht scharf zubereitet. Falls Du nur wenig Chili verträgst, solltest Du bei der Bestellung „mai ped“ oder „ped nit noi“ sagen.

Geschmack: würzig, salzig und aromatisch
Schärfe: mittel bis scharf
Typische Variante: Pad Kra Pao Moo Kai Dao

3. Khao Pad (ข้าวผัด) – thailändischer gebratener Reis

Khao Pad bedeutet übersetzt schlicht „gebratener Reis“. Das Gericht ist einfach, sättigend und in praktisch jeder Region Thailands erhältlich. Es gehört zu den besten Empfehlungen für Reisende, die ein mildes und unkompliziertes Thai-Gericht suchen.

Gekochter Jasminreis wird dafür mit Ei, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und etwas Gemüse im Wok gebraten. Gewürzt wird meist mit Fischsauce, heller Sojasauce und weißem Pfeffer. Im Vergleich zu vielen anderen asiatischen Reisgerichten wird Khao Pad eher zurückhaltend gewürzt.

Khao Pad, eines der bliebtesten Thai Food Gereichte in Thailand

Zu den beliebtesten Varianten gehören Khao Pad Gai mit Hähnchen, Khao Pad Moo mit Schweinefleisch und Khao Pad Goong mit Garnelen. Eine vegetarische Version kannst Du als Khao Pad Pak bestellen.

Zum gebratenen Reis werden häufig Gurkenscheiben, Frühlingszwiebeln und eine Limettenspalte gereicht. Manchmal steht zusätzlich Prik Nam Pla auf dem Tisch – eine würzige Mischung aus Fischsauce, Limettensaft und frischen Chilis.

Geschmack: mild, herzhaft und leicht salzig
Schärfe: normalerweise nicht scharf
Typische Variante: Khao Pad Gai mit Hähnchen

4. Tom Yam Goong (ต้มยำกุ้ง) – die berühmte sauer-scharfe Garnelensuppe

Tom Yam Goong ist eine der bekanntesten Suppen der thailändischen Küche. Ihr Geschmack ist intensiv, frisch und unverwechselbar. Die Kombination aus Limette, Zitronengras, Galgant, Kaffir-Limettenblättern und Chili macht die Suppe zu einem echten Thai-Klassiker.

„Tom“ bezeichnet das Kochen, „Yam“ steht für die für Thailand typische säuerlich-scharfe Würzung und „Goong“ bedeutet Garnele.

Tom Yam Goong Nam Khon selbst zubereitet

Grundsätzlich gibt es zwei bekannte Varianten. Tom Yam Nam Sai besitzt eine klare Brühe und schmeckt frisch und kräftig. Tom Yam Nam Khon wird mit Kondensmilch oder etwas Kokosmilch verfeinert und ist dadurch cremiger und häufig etwas milder.

Neben Garnelen kann die Suppe auch mit Fisch, Hähnchen oder Meeresfrüchten zubereitet werden. Die aromatischen Kräuter bleiben häufig in der Suppe, werden aber normalerweise nicht mitgegessen.

Tom Yam Goong ist ideal für alle, die kräftige Aromen und eine deutliche Säure mögen. Empfindliche Esser sollten bereits bei der Bestellung um weniger Chili bitten.

Geschmack: sauer, scharf und intensiv aromatisch
Schärfe: mittel bis sehr scharf
Typische Variante: Tom Yam Goong Nam Khon

5. Gaeng Keow Wan (แกงเขียวหวาน) – grünes Thai-Curry

Gaeng Keow Wan ist außerhalb Thailands vor allem als Green Curry oder grünes Thai-Curry bekannt. Seine grüne Farbe erhält es durch eine Currypaste aus frischen grünen Chilis, Kräutern und Gewürzen.

Die Paste wird mit Kokosmilch aufgekocht und häufig mit Hähnchen, Thai-Auberginen, kleinen Erbsenauberginen und süßem Thai-Basilikum ergänzt. Die Kokosmilch macht das Curry cremig und leicht süßlich, während die grünen Chilis für eine teilweise kräftige Schärfe sorgen.

Grünes Thai Curry mit Huhn selber zubereiten

Der Name kann etwas täuschen: Grünes Curry ist nicht automatisch milder als rotes Curry. Je nach verwendeter Currypaste und Restaurant kann es sogar ausgesprochen scharf sein.

Serviert wird Gaeng Keow Wan meistens mit Jasminreis. In manchen Regionen wird es auch zusammen mit dünnen Reisnudeln gegessen.

Geschmack: cremig, würzig, leicht süßlich und aromatisch
Schärfe: mittel bis scharf
Typische Variante: Gaeng Keow Wan Gai mit Hähnchen

6. Som Tam (ส้มตำ) – würziger Salat aus grüner Papaya

Som Tam ist ein frischer Papayasalat, der ursprünglich eng mit der Küche des Isaan im Nordosten Thailands verbunden ist. Heute gehört er im ganzen Land zu den beliebtesten Gerichten.

Für die Zubereitung wird unreife grüne Papaya in feine Streifen geschnitten und zusammen mit Knoblauch, Chilis, Limettensaft, Fischsauce, Palmzucker und Tomaten in einem großen Mörser vermischt. Dadurch verbinden sich die Aromen, während die Papaya angenehm knackig bleibt.

Unser Rezept für den beliebten Thai Papaya Salt

Som Tam Thai ist die bei Urlaubern bekannteste Variante. Sie enthält meist Erdnüsse und getrocknete Garnelen und besitzt eine ausgewogene Mischung aus süß, sauer, salzig und scharf.

Deutlich intensiver schmeckt Som Tam Poo Plara. Diese im Isaan beliebte Variante wird mit fermentierter Fischsauce und kleinen Salzkrabben zubereitet. Der kräftige Geruch und Geschmack sind für viele Reisende zunächst ungewohnt.

In Thailand wird Som Tam häufig zusammen mit gegrilltem Hähnchen und Klebreis gegessen.

Geschmack: frisch, sauer, süß, salzig und scharf
Schärfe: nach Wunsch, traditionell häufig sehr scharf
Typische Variante für Einsteiger: Som Tam Thai

7. Massaman Curry (แกงมัสมั่น) – mildes Curry mit Kartoffeln und Erdnüssen

Massaman Curry ist eines der mildesten und aromatischsten Currys Thailands. Es unterscheidet sich deutlich von grünem oder rotem Curry und zeigt Einflüsse aus der südasiatischen und muslimischen Küche.

Neben Kokosmilch enthält das Curry Gewürze wie Zimt, Kardamom, Kreuzkümmel und Sternanis. Kartoffeln, Zwiebeln und geröstete Erdnüsse sorgen für eine kräftige, leicht süßliche Sauce.

Massaman Curry selber kochen

Massaman wird häufig mit Hähnchen oder Rindfleisch zubereitet. Durch das langsame Garen wird das Fleisch besonders zart und nimmt die Gewürze der Sauce gut auf.

Da Massaman Curry normalerweise nur wenig Chili enthält, eignet es sich hervorragend für Kinder und für alle, die kein scharfes Essen mögen.

Geschmack: cremig, würzig, nussig und leicht süßlich
Schärfe: mild
Typische Variante: Gaeng Massaman Gai mit Hähnchen

8. Panaeng Curry (แกงพะแนง) – cremiges Curry mit Kaffir-Limettenblättern

Panaeng Curry besitzt eine dickere und cremigere Sauce als viele andere thailändische Currys. Es wird mit Kokosmilch und einer roten Currypaste zubereitet, enthält jedoch meist weniger Flüssigkeit als grünes oder rotes Curry.

Das Paneang Curry aus Thailand

Charakteristisch sind fein geschnittene Kaffir-Limettenblätter, die dem Gericht ein frisches Zitrusaroma verleihen. Je nach Rezept kommen außerdem Erdnüsse oder gemahlene Gewürze hinzu.

Panaeng Curry wird häufig mit Schweinefleisch, Hähnchen oder Rindfleisch angeboten. Die Sauce schmeckt cremig, würzig und leicht süßlich. Ihre Schärfe kann je nach Küche deutlich variieren.

Da das Curry sehr intensiv schmeckt, wird es am besten zusammen mit einer großzügigen Portion Jasminreis gegessen.

Geschmack: cremig, würzig und leicht süßlich
Schärfe: mild bis mittelscharf
Typische Variante: Panaeng Gai mit Hähnchen

9. Tom Kha Gai (ต้มข่าไก่) – aromatische Kokossuppe mit Hähnchen

Tom Kha Gai ist eine cremige Kokossuppe mit Hähnchen. Sie gehört zu den bekanntesten thailändischen Suppen und ist häufig milder als Tom Yam.

„Tom“ bedeutet kochen, „Kha“ steht für Galgant und „Gai“ bedeutet Hähnchen. Galgant ähnelt optisch etwas dem Ingwer, besitzt jedoch ein eigenes, frisches und leicht pfeffriges Aroma.

Tom Kha Gai Suppe

Neben Galgant gehören Kokosmilch, Zitronengras, Kaffir-Limettenblätter, Pilze, Limettensaft und Fischsauce zu den typischen Zutaten. Frische Chilis sorgen je nach Zubereitung für eine leichte bis deutliche Schärfe.

Die Kokosmilch macht die Suppe angenehm cremig. Limettensaft und Kräuter verhindern gleichzeitig, dass sie zu schwer wirkt. Tom Kha Gai wird häufig zusammen mit Jasminreis gegessen oder als Teil eines gemeinsamen Menüs bestellt.

Geschmack: cremig, säuerlich und aromatisch
Schärfe: mild bis mittelscharf
Typische Variante: Tom Kha Gai mit Hähnchen und Pilzen

10. Pad See Ew (ผัดซีอิ๊ว) – gebratene breite Reisnudeln

Pad See Ew ist ein beliebtes Nudelgericht, das mit breiten Reisnudeln und dunkler Sojasauce im Wok gebraten wird. Es schmeckt herzhaft, leicht süßlich und besitzt häufig ein angenehm rauchiges Röstaroma.

Pad See Ew Moo – Das Rezept mit Schweinefleisch

Zum Gericht gehören normalerweise Ei, chinesischer Brokkoli oder anderes grünes Gemüse sowie Hähnchen, Schweinefleisch oder Rindfleisch. Durch das schnelle Braten bei hoher Temperatur werden die Nudeln stellenweise leicht karamellisiert.

Im Gegensatz zu Pad Thai enthält Pad See Ew keine Tamarindensauce und keine Erdnüsse. Der Geschmack wird stärker von Sojasauce, Ei und den Röstaromen aus dem Wok bestimmt.

Pad See Ew ist normalerweise nicht scharf. Chili wird erst beim Essen nach persönlichem Geschmack hinzugefügt. Damit ist das Gericht eine gute Wahl für Kinder und empfindliche Esser.

Geschmack: herzhaft, leicht süßlich und rauchig
Schärfe: nicht scharf
Typische Variante: Pad See Ew Moo mit Schweinefleisch

11. Gai Pad Med Mamuang (ไก่ผัดเม็ดมะม่วงหิมพานต์) – Hähnchen mit Cashewnüssen

Gai Pad Med Mamuang ist ein beliebtes Wokgericht mit Hähnchen und gerösteten Cashewnüssen. Durch seine milde Würzung gehört es zu den Thai-Gerichten, die fast jedem schmecken.

Das Hähnchen wird zusammen mit Zwiebeln, Paprika, Frühlingszwiebeln und Cashewnüssen gebraten. Eine Sauce aus Austernsauce, Sojasauce und etwas Zucker verbindet die Zutaten miteinander.

Das thailändische Gericht Gai Pad Med Mamuang auf einem braunen Teller serviert

Getrocknete Chilis sorgen für zusätzliches Aroma. Je nach Zubereitung können sie mild bleiben oder dem Gericht eine leichte Schärfe verleihen. Wer überhaupt keine Schärfe möchte, kann die Chilis einfach zur Seite legen.

Die Kombination aus zartem Hähnchen, knackigem Gemüse und gerösteten Nüssen macht Gai Pad Med Mamuang zu einer besonders unkomplizierten Empfehlung für den ersten Restaurantbesuch in Thailand.

Geschmack: herzhaft, nussig und leicht süßlich
Schärfe: mild
Typische Beilage: Jasminreis

12. Khao Soi (ข้าวซอย) – Curry-Nudelsuppe aus Nordthailand

Khao Soi ist eine Spezialität aus Nordthailand und besonders eng mit Chiang Mai verbunden. Wer den Norden des Landes besucht, sollte diese außergewöhnliche Curry-Nudelsuppe unbedingt probieren.

Die Suppe besitzt eine cremige Brühe aus Kokosmilch und einer aromatischen Currypaste. Darin werden weiche Eiernudeln und meist ein Stück Hähnchen serviert. Knusprig frittierte Nudeln auf der Oberfläche sorgen für einen spannenden Kontrast.

Khao Soi Nudelsuppe

Als Beilagen werden häufig eingelegter Senfkohl, rote Zwiebeln, Limette und geröstete Chilipaste gereicht. Dadurch lässt sich die Suppe individuell würzen und abschmecken.

Khao Soi verbindet cremige, würzige, säuerliche und leicht süße Aromen. Obwohl das Gericht inzwischen auch in Bangkok und im Süden angeboten wird, ist es in Chiang Mai und anderen Teilen Nordthailands besonders verbreitet.

Geschmack: cremig, würzig und leicht süßlich
Schärfe: mild bis mittelscharf
Typische Variante: Khao Soi Gai mit Hähnchen

13. Larb (ลาบ) – würziger Fleischsalat aus dem Isaan

Larb ist ein traditioneller Fleischsalat aus dem Nordosten Thailands und aus Laos. Er wird meistens lauwarm serviert und besitzt einen frischen, würzigen und häufig scharfen Geschmack.

Für Larb Moo wird gehacktes Schweinefleisch gegart und anschließend mit Limettensaft, Fischsauce, Chilipulver, Schalotten, Frühlingszwiebeln und frischen Kräutern vermischt. Geröstetes und gemahlenes Reispulver sorgt für ein leicht nussiges Aroma und die typische Konsistenz.

Larb Moo Rezept

Neben Larb Moo gibt es Varianten mit Hähnchen, Rindfleisch, Ente, Fisch, Pilzen oder Tofu. Frische Minze und Koriander machen das Gericht trotz der kräftigen Würzung angenehm frisch.

Traditionell wird Larb mit Klebreis und rohem Gemüse gegessen. Der Klebreis hilft dabei, Sauce und Gewürze aufzunehmen und gleicht gleichzeitig die Schärfe aus.

Geschmack: sauer, salzig, würzig und frisch
Schärfe: mittel bis scharf
Typische Variante: Larb Moo mit Schweinefleisch

14. Khao Pad Sapparot (ข้าวผัดสับปะรด) – gebratener Reis mit Ananas

Khao Pad Sapparot ist die fruchtige Variante des klassischen gebratenen Reises. Das Gericht kombiniert Jasminreis mit frischer Ananas, Ei, Gemüse und je nach Rezept Hähnchen, Garnelen oder Cashewnüssen.

Die Ananas sorgt für eine angenehme Süße und leichte Säure. Currypulver oder Kurkuma verleihen dem Reis häufig seine gelbliche Farbe und ein mildes Gewürzaroma.

Unser Rezept für Gebratener Reis mit Ananas – Khao Pad Sapparot

In Restaurants wird Khao Pad Sapparot gerne direkt in einer ausgehöhlten Ananashälfte serviert. Das sieht nicht nur dekorativ aus, sondern macht das Gericht auch zu einem beliebten Fotomotiv.

Trotz seiner fruchtigen Zutaten ist Ananasreis kein Dessert. Fischsauce, Sojasauce und weitere Gewürze sorgen dafür, dass der herzhafte Charakter erhalten bleibt.

Geschmack: herzhaft, fruchtig und leicht süßlich
Schärfe: normalerweise nicht scharf
Typische Variante: Khao Pad Sapparot Goong mit Garnelen

15. Mango Sticky Rice (ข้าวเหนียวมะม่วง) – Thailands berühmtestes Dessert

Nach so vielen herzhaften Gerichten darf eine der bekanntesten thailändischen Süßspeisen nicht fehlen. Mango Sticky Rice heißt auf Thai Khao Niao Mamuang und besteht aus reifer Mango, süßem Klebreis und Kokosmilch.

Khao Niao Mamuang, Mango Sticky Rice selber kochen

Der Klebreis wird gedämpft und anschließend mit gesüßter Kokosmilch vermischt. Dadurch erhält er seine cremige Konsistenz und ein feines Kokosaroma. Dazu kommen Scheiben einer reifen, besonders süßen Mango.

Etwas leicht gesalzene Kokossauce auf dem Reis sorgt für einen interessanten Kontrast. Je nach Anbieter werden zusätzlich geröstete Mungbohnen oder Sesam darübergestreut.

Mango Sticky Rice findest Du auf Nachtmärkten, in Foodcourts, an Straßenständen und in vielen Restaurants. Besonders gut schmeckt das Dessert während der thailändischen Mangosaison, wenn die Früchte besonders reif und aromatisch sind.

Geschmack: süß, fruchtig und cremig
Schärfe: keine
Thai-Name: Khao Niao Mamuang

Welches thailändische Gericht eignet sich für Einsteiger?

Wer zum ersten Mal thailändisch isst und keine große Schärfe gewohnt ist, kann mit Pad Thai, Khao Pad, Pad See Ew oder Gai Pad Med Mamuang beginnen. Auch Massaman Curry ist eine gute Wahl, da es normalerweise mild und leicht süßlich schmeckt.

Tom Kha Gai und Panaeng Curry eignen sich ebenfalls gut, können je nach Restaurant jedoch etwas schärfer ausfallen.

Pad Kra Pao, Tom Yam, Som Tam und Larb werden traditionell häufig mit mehreren Chilis zubereitet. Hier solltest Du bei der Bestellung ausdrücklich sagen, dass Du nur wenig scharf essen möchtest.

So bestellst Du weniger scharf

„Mai ped“ bedeutet „nicht scharf“. Ganz ohne Chili ist ein Gericht in Thailand dadurch allerdings nicht immer.

Eine häufig bessere Formulierung lautet „ped nit noi“. Das bedeutet „nur ein wenig scharf“. Du kannst bei Bedarf zusätzlich mit den Fingern zeigen, dass wirklich nur eine Chilischote verwendet werden soll.

Hilfreiche Formulierungen:

Mai ped – nicht scharf
Ped nit noi – nur wenig scharf
Mai sai prik – keine Chilis hinzufügen
Ped mak – sehr scharf

Beachte jedoch, dass einige Currypasten bereits Chili enthalten. Ein grünes Curry oder Panaeng Curry kann deshalb auch dann eine gewisse Schärfe besitzen, wenn keine zusätzlichen Chilis verwendet werden.

Vegetarisches und veganes Essen in Thailand

Viele thailändische Gerichte lassen sich mit Tofu oder Gemüse bestellen. Trotzdem sind sie nicht automatisch vegetarisch oder vegan. Fischsauce, Austernsauce und Garnelenpaste werden in Thailand häufig zum Würzen verwendet, auch wenn kein sichtbares Fleisch enthalten ist.

Vegetarische Gerichte werden häufig mit dem Wort „Mang Sawirat“ bezeichnet. „Jay“ steht für eine strengere pflanzliche Ernährungsform, bei der zusätzlich bestimmte intensiv riechende Zutaten wie Knoblauch und Zwiebeln vermieden werden.

Bei einer vegetarischen Bestellung solltest Du deshalb ausdrücklich darauf hinweisen, dass keine Fischsauce, Austernsauce und Garnelenpaste verwendet werden dürfen.

Was kostet ein Thai-Gericht in Thailand?

Die Preise unterscheiden sich nach Region, Lage und Art des Restaurants. An einfachen Garküchen und in lokalen Reisrestaurants sind Gerichte meist deutlich günstiger als in Strandrestaurants, Hotelrestaurants oder stark touristisch geprägten Gegenden.

Kleine Portionen werden häufig direkt mit Reis auf einem Teller serviert. Auf Englisch steht auf Speisekarten dafür manchmal „on rice“ oder „with rice“.

Bestellst Du das Gericht als größere Portion zum Teilen, kommt es separat auf den Tisch. Jasminreis wird dann meist zusätzlich pro Person bestellt. Diese Art zu essen ist in Thailand sehr verbreitet: Mehrere Gerichte stehen in der Mitte und alle am Tisch probieren gemeinsam davon.

FAQ – häufige Fragen zu thailändischen Gerichten

Was ist das bekannteste Gerichtder Thai-Küche?

Pad Thai gilt international als das bekannteste Thai-Gericht. In Thailand selbst gehören jedoch auch Pad Kra Pao, Khao Pad, Nudelsuppen und verschiedene Currys zu den häufigsten Alltagsgerichten.

Welches Thai-Gericht ist nicht scharf?

Khao Pad, Pad See Ew, Gai Pad Med Mamuang und Massaman Curry sind normalerweise mild. Die tatsächliche Schärfe hängt dennoch vom Restaurant und von der jeweiligen Zubereitung ab.

Welches Thai-Gericht ist besonders scharf?

Som Tam, Pad Kra Pao, Tom Yam, Larb und grünes Curry können sehr scharf zubereitet werden. Besonders in lokalen Restaurants werden häufig deutlich mehr Chilis verwendet als in touristischen Restaurants.

Welches Thai-Gericht sollte man zuerst probieren?

Für den Einstieg eignen sich Pad Thai, Khao Pad oder Gai Pad Med Mamuang. Wer Currys mag, kann mit Massaman Curry oder Panaeng Curry beginnen.

Was essen Thailänder im Alltag?

Im Alltag werden häufig einfache Wokgerichte mit Reis, gebratener Reis, Nudelsuppen, Currys, Papayasalat und gegrilltes Fleisch gegessen. Viele Mahlzeiten bestehen aus mehreren Gerichten, die gemeinsam am Tisch geteilt werden.

Gibt es in Thailand vegetarische Gerichte?

Ja, viele Gerichte können mit Gemüse oder Tofu zubereitet werden. Du solltest allerdings darauf hinweisen, dass auch keine Fischsauce, Austernsauce oder Garnelenpaste verwendet werden darf.

Fazit: Thai Food ist viel mehr als Pad Thai

Pad Thai ist ein hervorragender Einstieg in die thailändische Küche. Wer während seiner Thailand-Reise jedoch nur bei diesem einen Klassiker bleibt, verpasst einen großen Teil der kulinarischen Vielfalt des Landes.

Probiere ein aromatisches Pad Kra Pao an einer kleinen Garküche, eine Schale Khao Soi in Chiang Mai oder einen frisch zubereiteten Som Tam auf einem lokalen Markt. Bestelle gemeinsam mit mehreren Personen unterschiedliche Gerichte und teile sie in der Mitte des Tisches. Genau auf diese Weise lernst Du die thailändische Esskultur besonders authentisch kennen.

Auf Sonne auf der Haut findest Du viele der vorgestellten Gerichte mit ausführlichen Informationen, authentischen Rezepten und praktischen Tipps zur Zubereitung. Alle Gerichte werden von uns selbst gekocht, getestet und fotografiert. So zeigen wir Dir Thai Food so, wie es bei uns in Thailand tatsächlich auf den Tisch kommt.

Leben in Thailand

Willkommen auf unserem Thailand-Reiseblog Sonne auf der Haut.

Wir sind Thomas und Channa. Seit vielen Jahren leben wir in Thailand und teilen die große Leidenschaft, dieses faszinierende Land in all seinen Facetten zu entdecken. Wir laden dich herzlich ein, mit uns zusammen auf Entdeckungsreise zu gehen. Dich erwarten farbenfrohe Ein- und Ausblicke in ein aufregendes Leben im sonnigen Thailand.

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