Thomas Riess – Reiseblogger, Fotograf und Thailand-Experte.

Als Reiseblogger, Fotograf und Inhaber der Hochzeitsagentur heiraten-thailand.com kennt Thomas Riess die schönsten Orte aus erster Hand. Seit vielen Jahren lebt er in Thailand und teilt auf sonneaufderhaut.com seine Erfahrungen und Geheimtipps.

Die bekanntesten Thai-Currys im Überblick

Thai Curry – auf Thai meist Gaeng (แกง) genannt – steht nicht für ein einzelnes Gericht, sondern für viele unterschiedliche Currys der thailändischen Küche. Einige sind cremig und mild, andere klar, würzig oder sehr scharf. Je nach Region, Currypaste und Zutaten entstehen Gerichte mit ganz eigenem Charakter.

Zu den bekanntesten Thai-Currys gehören Grünes Curry, Rotes Curry und Massaman Curry. Daneben gibt es viele weitere Varianten wie Panaeng Curry, Gelbes Curry, Khao Soi oder südthailändische Spezialitäten wie Khua Kling und Gaeng Tai Pla. Manche werden mit Kokosmilch gekocht, andere mit Brühe oder ganz ohne Sauce trocken im Wok zubereitet.

In diesem Artikel stellen wir dir 12 Thai-Currys vor, die du in Thailand probieren solltest. Du erfährst, wie sie schmecken, wie scharf sie sind, welche Zutaten typisch sind und welche Currygerichte sich besonders gut für den Einstieg eignen. Außerdem findest du bei vielen der vorgestellten Gerichte einen direkten Link zu unseren ausführlichen Thai Curry Rezepten mit Hintergrundwissen, Zutatenkunde und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Nachkochen.

Die besten Thai Currys: 12 Gerichte, die du kennen musst

Die thailändische Curryküche besteht aus weit mehr als nur Rotem, Grünem oder Gelbem Curry. Je nach Region haben sich ganz unterschiedliche Currygerichte entwickelt – von milden Kokosmilch-Currys bis hin zu kräftig gewürzten Spezialitäten aus Nord- und Südthailand. Unterschiede gibt es nicht nur bei den Zutaten, sondern auch bei den verwendeten Currypasten, Gewürzen und Zubereitungsarten.

Die folgenden 12 Thai-Currys gehören zu den bekanntesten und interessantesten Gerichten des Landes. Einige findest du auf nahezu jeder Speisekarte, andere sind regionale Spezialitäten, die viele Reisende erst vor Ort entdecken.

Grünes Thai Curry – Gaeng Kiaw Wan (แกงเขียวหวาน)

Grünes Curry (Green Curry) gehört zu den bekanntesten Gerichten der thailändischen Küche. Die grüne Farbe stammt von frischen grünen Chilischoten, die zusammen mit Zitronengras, Galgant, Kaffirlimette, Schalotten, Knoblauch und weiteren Zutaten zu einer Currypaste verarbeitet werden. Mit Kokosmilch entsteht daraus eine cremige Sauce mit einer ausgewogenen Kombination aus Schärfe, Süße und frischen Kräuteraromen.

Grünes Thai Curry

Der Name „Kiaw Wan“ bedeutet wörtlich „süßes Grün“. Gemeint ist dabei nicht ein süßes Gericht, sondern die milde Süße der Kokosmilch, die die Schärfe der grünen Chilis ausgleicht. Typische Zutaten sind Hühnchen, Rindfleisch oder Fleischbällchen, dazu Thai-Auberginen und Thai-Basilikum.

Ursprünglich stammt Gaeng Kiaw Wan aus Zentralthailand. Heute gehört es zu den bekanntesten Thai-Currys und wird im ganzen Land meist zusammen mit Jasminreis serviert.

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Gaeng Massaman (แกงมัสมั่น) – Massaman Curry

Massaman Curry gehört zu den mildesten Thai-Currys und unterscheidet sich deutlich von Rotem oder Grünem Curry. Seine Currypaste enthält neben typischen Thai-Zutaten auch Gewürze wie Kreuzkümmel, Koriandersamen, Zimt, Kardamom und Nelken. Diese Einflüsse gehen auf den historischen Handel zwischen Thailand, Malaysia, Indien und dem Nahen Osten zurück.

Massaman Thai Curry

Typisch für Massaman Curry ist die Kombination aus Kokosmilch, Kartoffeln, Erdnüssen und langsam gegartem Fleisch. Besonders häufig wird es mit Rindfleisch oder Hühnchen zubereitet. Palmzucker und Tamarinde sorgen für eine ausgewogene Mischung aus leichter Süße und dezenter Säure.

Seinen Ursprung hat Gaeng Massaman im Süden Thailands, wo bis heute viele Varianten des Gerichts zubereitet werden. Durch seine milde Würze und die aromatischen Gewürze gilt es als eines der beliebtesten Thai-Currys bei Reisenden, die scharfe Gerichte eher meiden.

2011 wurde Gaeng Massaman von CNN Travel auf Platz 1 der weltbesten Gerichte gewählt – seitdem ist es international bekannt, doch sein eigentliches Herzland liegt in Südthailand, besonders in der Region um Pattani.

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Gaeng Phed (แกงเผ็ด) – Rotes Thai Curry

Rotes Curry gehört zu den bekanntesten Currygerichten Thailands. Es schmeckt cremig, würzig und je nach verwendeter Currypaste mittel bis deutlich scharf. Im Vergleich zum Grünen Curry stehen weniger frische Kräuteraromen im Vordergrund, stattdessen prägen getrocknete Chilischoten, Kokosmilch und Gewürze den Geschmack.

Rotes Thai Curry Gaeng Phed

Die Grundlage bildet eine rote Currypaste aus getrockneten Chilischoten, Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenrinde, Schalotten, Knoblauch und Garnelenpaste. Zusammen mit Kokosmilch entsteht eine aromatische Sauce, die mit vielen Zutaten kombiniert werden kann.

Typische Einlagen sind Hühnchen, Schweinefleisch, Rindfleisch, Garnelen oder Ente. Häufig werden außerdem Bambussprossen, Thai-Auberginen, Paprika und Thai-Basilikum verwendet. Eine besonders bekannte Variante ist Gaeng Phed Ped Yang – Rotes Curry mit gerösteter Ente.

Serviert wird Gaeng Phed traditionell mit Jasminreis und gehört zu den beliebtesten Thai-Currys im ganzen Land.

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Gaeng Kari (แกงกะหรี่) – Gelbes Thai Curry

Gelbes Curry zählt zu den mildesten Thai-Currys und eignet sich besonders für alle, die es weniger scharf mögen. Der Geschmack wird von Kokosmilch, Kurkuma und Curry-Pulver geprägt. Dadurch wirkt Gaeng Kari würzig, leicht süßlich und deutlich milder als Grünes oder Rotes Curry.

Gelbes Thai Curry Gaeng Kari

Seine charakteristische gelbe Farbe erhält das Curry durch Kurkuma. Die Currypaste enthält außerdem Zutaten wie Zitronengras, Galgant, Knoblauch und Schalotten. Besonders häufig wird Gelbes Curry mit Hühnchen und Kartoffeln zubereitet, gelegentlich auch mit Fisch, Garnelen oder anderem Gemüse.

Die Ursprünge von Gaeng Kari liegen in den kulinarischen Einflüssen aus Indien und Malaysia, die über Handelswege nach Thailand gelangten. Heute gehört das Gericht zu den bekanntesten Thai-Currys und wird meist zusammen mit Jasminreis oder in einigen Regionen auch mit Roti serviert.

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Khao Soi (ข้าวซอย) – Die Curry-Nudelsuppe aus Nordthailand

Khao Soi gehört zu den bekanntesten Spezialitäten Nordthailands. Das Gericht kombiniert eine cremige Curry-Kokosmilch-Suppe mit weichen Eiernudeln und wird meist mit Hühnchen oder Rindfleisch serviert. Charakteristisch sind die knusprig frittierten Nudeln, die kurz vor dem Servieren auf die Suppe gegeben werden.

Khao Soi (ข้าวซอย) – Die Curry-Nudelsuppe aus Nordthailand

Geschmacklich verbindet Khao Soi die milde Schärfe einer Currysuppe mit der Cremigkeit der Kokosmilch. Kurkuma, getrocknete Chilischoten, Schalotten und weitere Gewürze sorgen für ein würziges und leicht aromatisches Curryprofil. Traditionell werden dazu eingelegter Senfkohl, Schalotten, Limettenspalten und Chilipaste gereicht. So kann jeder das Gericht nach eigenem Geschmack verfeinern.

Seinen Ursprung hat Khao Soi im Norden Thailands, insbesondere in Chiang Mai und Chiang Rai. Heute gilt die Curry-Nudelsuppe als eines der bekanntesten Gerichte der nordthailändischen Küche.

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Gaeng Panaeng (แกงพะแนง) – Panaeng Curry

Panaeng Curry gehört zu den cremigsten Thai-Currys und wird oft mit Rotem Curry verglichen. Die Sauce ist jedoch deutlich dicker und konzentrierter. Typisch ist die leicht nussige Note, die durch geröstete Erdnüsse in der Currypaste entsteht.

Panaeng Curry

Geschmacklich kombiniert Gaeng Panaeng die Cremigkeit der Kokosmilch mit einer milden bis mittleren Schärfe. Palmzucker, Fischsauce und Kaffirlimettenblätter sorgen für eine ausgewogene Mischung aus süßen, salzigen und frischen Aromen. Im Vergleich zu Rotem Curry wirkt Panaeng meist etwas milder und reichhaltiger.

Besonders häufig wird Panaeng mit Rindfleisch, Schweinefleisch oder Hühnchen zubereitet. Kurz vor dem Servieren werden fein geschnittene Kaffirlimettenblätter über das Curry gegeben, die dem Gericht sein charakteristisches Aroma verleihen.

Seinen Ursprung hat Gaeng Panaeng in Zentralthailand. Das Gericht wurde bereits im 19. Jahrhundert in thailändischen Kochbüchern erwähnt und zählt damit zu den ältesten dokumentierten Currygerichten des Landes.

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Pla Choo Chee (ฉู่ฉี่ปลา) – Fisch mit roter Currysauce

Pla Choo Chee ist ein traditionelles Thai-Gericht, bei dem Fisch mit einer stark reduzierten roten Currysauce serviert wird. Im Gegensatz zu den meisten Thai-Currys ist die Sauce deutlich dicker und wird nicht als Suppe oder Curry serviert, sondern direkt über den Fisch gegeben.

Pla Choo Chee – Fisch mit roter Currysauce

Geschmacklich verbindet Choo Chee die Würze einer roten Currypaste mit der Cremigkeit von Kokosmilch. Palmzucker und Kaffirlimettenblätter sorgen für eine leichte Süße und frische Zitrusnoten. Die Schärfe ist meist moderat und tritt hinter den würzigen Aromen zurück.

Traditionell wird das Gericht mit frittiertem oder gebratenem Fisch zubereitet. Besonders häufig kommen Makrele oder andere festfleischige Fischarten zum Einsatz. Zum Servieren werden oft fein geschnittene Kaffirlimettenblätter und rote Chilistreifen darüber gestreut.

Pla Choo Chee ist vor allem in Zentral- und Südthailand verbreitet und findet sich häufig auf den Speisekarten traditioneller Thai-Restaurants.

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Gaeng Pa (แกงป่า) – Waldcurry

Gaeng Pa, auch Waldcurry genannt, unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Thai-Currys. Die Besonderheit: Es wird traditionell ohne Kokosmilch zubereitet. Dadurch entsteht keine cremige Sauce, sondern eine würzige Brühe mit kräftigem Currygeschmack.

Gaeng Pa Waldcurry

Geschmacklich ist Gaeng Pa meist deutlich schärfer als Grünes, Rotes oder Gelbes Curry. Die Currypaste besteht unter anderem aus getrockneten Chilischoten, Zitronengras, Galgant, Knoblauch und Kaffirlimette. Ohne die mildernde Wirkung der Kokosmilch treten die Gewürze und die Schärfe besonders deutlich hervor.

Typische Zutaten sind Schweinefleisch, Hühnchen oder Rindfleisch sowie Bambussprossen, Thai-Auberginen, Babymais und verschiedene Kräuter. Serviert wird das Curry meist zusammen mit Jasminreis.

Seinen Ursprung hat Gaeng Pa in den bewaldeten Regionen Nord- und Nordostthailands, wo Kokosnüsse traditionell eine geringere Rolle spielten als im Süden des Landes.

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Gaeng Som (แกงส้ม) – Saures Thai Curry

Gaeng Som gehört zu den ungewöhnlichsten Currygerichten Thailands. Im Gegensatz zu Rotem, Grünem oder Gelbem Curry wird es traditionell ohne Kokosmilch zubereitet. Stattdessen prägt eine frische, deutliche Säure den Geschmack des Gerichts.

Gaeng Som (แกงส้ม) – Saures Thai Curry mit Fisch

Die Curry Paste enthält meist Chilis, Schalotten, Garnelenpaste und Kurkuma. Für die typische Säure sorgen Tamarinde oder andere saure Zutaten, je nach Region und Rezept. Das Ergebnis ist ein Curry, das zugleich sauer, würzig und angenehm scharf schmeckt.

Häufig wird Gaeng Som mit Fisch oder Garnelen zubereitet. Dazu kommen verschiedene Gemüsesorten wie Rettich, grüne Bohnen, Kohl oder Pak Choi. Serviert wird das Curry meist zusammen mit Jasminreis.

Besonders verbreitet ist Gaeng Som in Zentral- und Südthailand. Dort gehört es zu den klassischen Alltagsgerichten und zeigt eine Seite der thailändischen Küche, die viele Reisende zunächst nicht mit Curry verbinden.

Khua Kling (คั่วกลิ้ง) – Würziges Pfannencurry aus Südthailand

Khua Kling gehört zu den bekanntesten Gerichten Südthailands und wird oft zu den schärfsten Speisen der thailändischen Küche gezählt. Im Gegensatz zu den meisten Thai-Currys wird es weder mit Kokosmilch noch mit einer Currysauce zubereitet. Stattdessen wird eine kräftige Currypaste direkt mit Hackfleisch oder fein geschnittenem Fleisch angebraten.

Khua Kling Thai Curry

Geschmacklich ist Khua Kling intensiv, würzig und meist deutlich schärfer als Grünes oder Rotes Curry. Die Currypaste enthält unter anderem Chilis, Zitronengras, Galgant, Kurkuma, Kaffirlimette und Garnelenpaste. Frische Kaffirlimettenblätter sorgen für eine angenehme Zitrusnote, die einen Ausgleich zur kräftigen Schärfe bildet.

Traditionell wird Khua Kling mit Schweinefleisch oder Rindfleisch zubereitet und zusammen mit Jasminreis sowie frischem Gemüse serviert. Durch die trockene Zubereitungsart unterscheidet sich das Gericht deutlich von den klassischen Thai-Currys mit Kokosmilch.

Seinen Ursprung hat Khua Kling im Süden Thailands, wo es bis heute zu den beliebtesten Alltagsgerichten gehört.

Gaeng Tai Pla (แกงไตปลา) – Würziges Curry aus Südthailand

Gaeng Tai Pla gehört zu den bekanntesten Currygerichten Südthailands und unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen Thai-Currys. Die Besonderheit ist die Verwendung von Tai Pla, einer traditionell fermentierten Fischsauce, die dem Gericht seinen charakteristischen Geschmack verleiht.

Gaeng Tai Pla (แกงไตปลา) – Würziges Curry aus Südthailand

Geschmacklich ist Gaeng Tai Pla kräftig, salzig, würzig und meist sehr scharf. Die Currypaste enthält unter anderem Chilis, Kurkuma, Zitronengras und Galgant. Häufig werden Bambussprossen, Auberginen, lange Bohnen und verschiedene Fischsorten oder Meeresfrüchte hinzugefügt.

Im Gegensatz zu vielen bekannten Thai-Currys wird Gaeng Tai Pla ohne Kokosmilch zubereitet. Dadurch stehen die würzigen und fermentierten Aromen besonders im Vordergrund. Serviert wird das Gericht traditionell mit Jasminreis und frischem Gemüse als Beilage.

Seinen Ursprung hat Gaeng Tai Pla im Süden Thailands, wo es bis heute zu den beliebtesten regionalen Spezialitäten zählt.

Gaeng Khae (แกงแค) – Kräutercurry aus Nordthailand

Gaeng Khae ist eine traditionelle Spezialität aus Nordthailand und besonders in den Regionen um Chiang Mai und Chiang Rai verbreitet. Im Gegensatz zu vielen bekannten Thai-Currys wird es ohne Kokosmilch zubereitet und erinnert eher an eine würzige Kräuter- und Gemüsesuppe.

Gaeng Khae (แกงแค) – Kräutercurry aus Nordthailand

Geschmacklich ist Gaeng Khae aromatisch, kräuterbetont und meist nur leicht bis mittel scharf. Die Currypaste enthält unter anderem getrocknete Chilis, Zitronengras, Schalotten, Knoblauch und Garnelenpaste. Charakteristisch ist die große Vielfalt an Gemüse und Kräutern, die je nach Saison variieren können.

Häufig kommen Bambussprossen, Auberginen, Pilze, Bananenblüten und verschiedene regionale Kräuter zum Einsatz. Ergänzt wird das Gericht oft durch Hühnchen oder Schweinefleisch, wobei Gemüse und Kräuter im Mittelpunkt stehen.

Gaeng Khae gehört zu den typischen Alltagsgerichten Nordthailands und zeigt eine Seite der thailändischen Curryküche, die viele Reisende erst abseits der touristischen Zentren kennenlernen.

Weitere Currygerichte, die du kennen solltest

Nicht jedes Gericht mit Currypaste ist automatisch ein klassisches Thai-Curry. Einige Spezialitäten verwenden zwar ähnliche Zutaten und Gewürze, werden jedoch anders zubereitet oder serviert. Pad Prik Gaeng und Khanom Chin Nam Ya gehören zu diesen Gerichten und zeigen, wie vielseitig die thailändische Curryküche tatsächlich ist.

Pad Prik Gaeng (ผัดพริกแกง) – Würziges Wokgericht mit Currypaste

Pad Prik Gaeng ist kein klassisches Thai-Curry mit Sauce, sondern ein Wokgericht auf Basis roter Currypaste. Die Paste wird direkt angebraten und anschließend mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Gemüse kombiniert.

Gai Pad Prik Gaeng angerichtet

Geschmacklich ist Pad Prik Gaeng kräftig, würzig und meist etwas schärfer als viele Kokosmilch-Currys. Da keine Kokosmilch verwendet wird, stehen die Aromen der Currypaste deutlich stärker im Vordergrund. Besonders beliebt sind Varianten mit Schweinefleisch, Hühnchen oder Garnelen. Serviert wird das Gericht traditionell mit Jasminreis.

Khanom Chin Nam Ya (ขนมจีนน้ำยา) – Reisnudeln mit Fischcurry

Khanom Chin Nam Ya besteht aus fermentierten Reisnudeln, die mit einer würzigen Fischcurrysauce serviert werden. Typische Zutaten sind Fisch, Chilis, Fingerwurzel (Krachai), Schalotten und verschiedene Kräuter.

Der Geschmack ist aromatisch, würzig und je nach Region unterschiedlich scharf. Dazu werden häufig frisches Gemüse, Kräuter, Bohnen oder gekochte Eier gereicht. Besonders in Zentral- und Südthailand gehört Khanom Chin Nam Ya zu den beliebtesten Frühstücks- und Mittagsgerichten.

Thai-Currys entdecken: Vielfalt weit über Rot, Grün und Gelb hinaus

Thai-Currys sind weit vielfältiger, als viele Reisende zunächst vermuten. Neben den bekannten Klassikern wie Grünem Curry, Rotem Curry oder Massaman Curry gibt es zahlreiche regionale Spezialitäten, die sich in Zutaten, Schärfe und Zubereitung deutlich unterscheiden. Von cremigen Kokosmilch-Currys über würzige Kräutercurrys bis hin zu scharfen Gerichten ohne Kokosmilch zeigt jede Region Thailands ihre eigene Interpretation der Curryküche.

Wer Thailand bereist, sollte deshalb nicht nur bei den bekannten Standardgerichten bleiben. Oft sind es gerade regionale Spezialitäten wie Khao Soi, Gaeng Pa, Khua Kling oder Gaeng Tai Pla, die einen besonders authentischen Einblick in die kulinarische Vielfalt des Landes bieten.

Wenn dir eines der vorgestellten Gerichte besonders gut gefällt, findest du auf unserer Website zu vielen Thai-Currys bereits ausführliche Hintergrundartikel und originale Rezepte zum Nachkochen. So kannst du dir ein Stück Thailand auch zu Hause auf den Teller holen.

Egal ob mild, würzig oder feurig scharf – Thai-Currys gehören zu den spannendsten Gerichten der thailändischen Küche und sind ein fester Bestandteil jeder Reise durch Thailand.

Wir wünschen dir viel Freude beim Probieren, Entdecken und Nachkochen. Guten Appetit – oder wie man in Thailand sagt: „Than Hai Aroi“ (ทานให้อร่อย)!

FAQ – Häufige Fragen zu Thai Currys

Was ist der Unterschied zwischen Thai-Curry und indischem Curry?

Obwohl beide Küchen den Begriff „Curry“ verwenden, unterscheiden sie sich deutlich. Thai-Currys basieren meist auf frischen Currypasten aus Zutaten wie Chili, Zitronengras, Galgant, Kaffirlimette und Schalotten. Die Sauce wird häufig mit Kokosmilch zubereitet. Indische Currys verwenden dagegen überwiegend getrocknete Gewürze wie Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala oder Koriander und werden oft mit Tomaten, Joghurt oder Sahne gekocht.

Welches Thai-Curry ist für Anfänger geeignet?

Wer Thai-Curry zum ersten Mal probiert, beginnt am besten mit Massaman Curry, Gelbem Curry (Gaeng Kari) oder Panaeng Curry. Diese Gerichte sind meist milder und weniger scharf als Grünes Curry, Gaeng Pa oder Khua Kling. Besonders Massaman Curry gilt durch seine Kartoffeln, Erdnüsse und die aromatischen Gewürze als sehr zugänglich.

Wie scharf ist Thai-Curry?

Die Schärfe hängt vom jeweiligen Gericht und der verwendeten Currypaste ab. Massaman Curry und Gelbes Curry sind meist mild, Panaeng Curry und Rotes Curry liegen im mittleren Bereich. Zu den schärfsten Gerichten zählen Khua Kling, Gaeng Pa und Gaeng Tai Pla. In vielen Restaurants kann die Schärfe auf Wunsch angepasst werden.

Sind alle Thai-Currys mit Kokosmilch?

Nein. Viele bekannte Currys wie Grünes Curry, Rotes Curry, Panaeng Curry oder Massaman Curry werden mit Kokosmilch zubereitet. Es gibt jedoch auch zahlreiche Varianten ohne Kokosmilch, darunter Gaeng Pa, Gaeng Som, Khua Kling und Gaeng Khae. Diese Gerichte schmecken oft würziger und deutlich kräftiger.

Kann man Thai-Curry vegetarisch oder vegan essen?

Ja, allerdings enthalten traditionelle Currypasten häufig Garnelenpaste (Kapi). Viele Restaurants bieten inzwischen vegetarische oder vegane Varianten an. In Thailand weist die Bezeichnung „Jay“ (เจ) auf vegane Speisen hin. Mit Gemüse, Tofu, Pilzen und veganer Currypaste lassen sich die meisten Thai-Currys problemlos fleischlos zubereiten.

Wie isst man Thai-Curry in Thailand traditionell?

Thai-Currys werden meist als Teil einer gemeinsamen Mahlzeit serviert. Mehrere Gerichte stehen gleichzeitig auf dem Tisch und jeder Gast nimmt sich davon zu seinem eigenen Teller Reis. Gegessen wird überwiegend mit Löffel und Gabel. Stäbchen spielen bei Currygerichten in Thailand kaum eine Rolle.

Welches Thai-Curry sollte man in Thailand unbedingt probieren?

Neben den bekannten Klassikern wie Grünem Curry, Rotem Curry und Massaman Curry lohnen sich regionale Spezialitäten. In Nordthailand gehört Khao Soi zu den bekanntesten Gerichten, im Süden sind Khua Kling und Gaeng Tai Pla weit verbreitet. Wer die Vielfalt der thailändischen Küche kennenlernen möchte, sollte auch weniger bekannte Currygerichte probieren.

Leben in Thailand

Willkommen auf unserem Thailand-Reiseblog Sonne auf der Haut.

Wir sind Thomas und Channa. Seit vielen Jahren leben wir in Thailand und teilen die große Leidenschaft, dieses faszinierende Land in all seinen Facetten zu entdecken. Wir laden dich herzlich ein, mit uns zusammen auf Entdeckungsreise zu gehen. Dich erwarten farbenfrohe Ein- und Ausblicke in ein aufregendes Leben im sonnigen Thailand.

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