Thomas Riess – Reiseblogger, Fotograf und Thailand-Experte.
Als Reiseblogger, Fotograf und Inhaber der Hochzeitsagentur heiraten-thailand.com kennt Thomas Riess die schönsten Orte aus erster Hand. Seit vielen Jahren lebt er in Thailand und teilt auf sonneaufderhaut.com seine Erfahrungen und Geheimtipps.
Was macht Tom Yam Goong so besonders?
Tom Yam Goong (ต้มยำกุ้ง)gehört zu den bekanntesten Gerichten der thailändischen Küche. Die scharf-saure Garnelensuppe wird in ganz Thailand serviert – von einfachen Garküchen bis zu gehobenen Restaurants.
Typisch für Tom Yam ist die Kombination aus Zitronengras (ตะไคร้), Galgant (ข่า) und Kaffirlimettenblättern (ใบมะกรูด). Zusammen mit frischen Chilis, Limettensaft und Fischsauce entsteht eine aromatische Brühe, die gleichzeitig scharf, sauer und würzig schmeckt.

Die bekannteste Variante ist Tom Yam Goong mit Garnelen. Daneben sind Tom Yam Gai mit Hühnchen sowie die cremigere Tom Kha Gai mit Kokosmilch weit verbreitet.
In diesem Artikel erfährst du mehr über die Geschichte der Suppe, ihre wichtigsten Zutaten, die verschiedenen Varianten und natürlich das originale Tom-Yum-Goong-Rezept zum Nachkochen.
Hinweis zu unseren Fotos: Einige Garnelen sind noch mit Kopf und Schale zu sehen. Für die Zubereitung zu Hause können sie problemlos entfernt werden. In Thailand werden Garnelen jedoch häufig mit Kopf mitgekocht, da sie der Brühe zusätzliches Aroma verleihen.
Die Geschichte von Tom Yam – Eine der bekanntesten Suppen Thailands
Tom Yam gehört zu den ältesten und bekanntesten Gerichten der thailändischen Küche. Ihren Ursprung hat die Suppe vermutlich in Zentralthailand, wo entlang der Flüsse frische Garnelen, Kräuter und Gewürze reichlich verfügbar waren. Aus dieser einfachen Alltagsküche entwickelte sich über viele Generationen eines der bekanntesten Gerichte des Landes.
Der Name der berühmten thailändischen Suppe Tom Yam (ต้มยำ) – oft auch Tom Yum geschrieben – setzt sich aus zwei thailändischen Wörtern zusammen:
„Tom“ (ต้ม) bedeutet „kochen“ oder „gekochte Suppe“ und beschreibt die Zubereitungsart.
„Yam“ (ยำ) steht für die typisch thailändische Kombination aus scharfen, sauren und würzigen Aromen, wie man sie auch von vielen Thai-Salaten kennt.
Die bekannteste Variante ist Tom Yam Goong (ต้มยำกุ้ง) mit Garnelen. Ihre charakteristische Geschmacksbasis aus Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenblättern prägt das Gericht bis heute.
International bekannt wurde Tom Yam in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem weltweiten Erfolg der thailändischen Küche. Heute gilt Tom Yam Goong (ต้มยำกุ้ง) als kulinarisches Aushängeschild Thailands und wurde 2024 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Eine interessante Randnotiz: Während der asiatischen Finanzkrise von 1997 wurde die Krise häufig als „Tom Yum Goong Crisis“ bezeichnet – ein Hinweis darauf, wie eng die Suppe mit Thailand verbunden ist
Was ist Tom Yam eigentlich – und was macht sie so besonders?
Tom Yam ist eine scharf-saure Suppe, die zu den bekanntesten Gerichten der thailändischen Küche gehört. Das Besondere ist ihre aromatische Brühe, die aus nur wenigen, aber sehr charakteristischen Zutaten entsteht.

Die Grundlage bilden Zitronengras (Ta-Khrai – ตะไคร้), Galgant (Kha – ข่า) und Kaffirlimettenblätter (Bai Makrut – ใบมะกรูด). Diese drei Aromaten werden kurz in Wasser oder Brühe aufgekocht und verleihen der Suppe ihren typischen Duft und Geschmack. Anders als bei vielen europäischen Suppen wird die Brühe nicht stundenlang gekocht, sondern entsteht innerhalb weniger Minuten.
Zitronengras sorgt für frische Zitrusnoten, Galgant bringt eine leicht würzige Schärfe mit und Kaffirlimettenblätter ergänzen die Brühe mit ihrem unverwechselbaren Aroma. Die Zutaten dienen hauptsächlich als Aromaträger und werden normalerweise nicht mitgegessen.
Für die Schärfe sorgen frische Thai-Chilis (Prik Khi Nu – พริกขี้หนู), während Fischsauce (Nam Pla – น้ำปลา) die notwendige Würze liefert. Die Säure stammt von frischem Limettensaft, der traditionell erst nach dem Kochen hinzugegeben wird, damit sein frisches Aroma erhalten bleibt.
Bei Tom Yam unterscheidet man außerdem zwischen zwei Hauptvarianten. Tom Yam Nam Sai (ต้มยำน้ำใส) ist die klassische klare Version der Suppe. Tom Yam Nam Khon (ต้มยำน้ำข้น) enthält zusätzlich Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา) – eine geröstete Chilipaste – und häufig etwas Kondensmilch oder evaporated milk. Dadurch wird die Brühe cremiger und erhält ihre typische orange-rötliche Farbe.
Beide Varianten sind weit verbreitet und gehören heute zu den beliebtesten Formen der Tom-Yam-Suppe.
Wie wird Tom Yam in Thailand serviert und gegessen?
Tom Yam wird meist als Teil einer gemeinsamen Mahlzeit serviert. Anders als in Europa wird die Suppe häufig nicht als Vorspeise gegessen, sondern zusammen mit anderen Gerichten auf den Tisch gestellt. Dazu gehört fast immer eine Portion Jasminreis, der die Schärfe und Säure der Brühe ausgleicht.
In vielen Restaurants erhält jeder Gast eine kleine Schüssel, aus der die Suppe gelöffelt wird, während der Reis separat serviert wird. Manche Thais geben etwas Brühe über den Reis, andere essen Reis und Suppe abwechselnd. Beides ist üblich.
Wer Tom Yam Goong mit Garnelen in Schale bestellt, nimmt die Garnelen meist mit Löffel oder Gabel aus der Suppe, schält sie direkt am Tisch und legt die Schalen beiseite. Die Brühe selbst gilt als der wichtigste Bestandteil des Gerichts und wird bis zum letzten Löffel genossen.
Die in der Suppe mitgekochten Aromaten wie Zitronengras (ตะไคร้), Galgant (ข่า) oder Kaffirlimettenblätter (ใบมะกรูด) werden normalerweise nicht gegessen. Sie dienen ausschließlich dazu, der Brühe ihr charakteristisches Aroma zu verleihen.
Tom Yam Varianten – Von klar bis cremig
Tom Yam Goong (ต้มยำกุ้ง) mit Garnelen ist die bekannteste Variante und in ganz Thailand verbreitet. Die Garnelen werden nur kurz in der heißen Brühe gegart und bleiben dadurch saftig. In Küstenregionen wie Koh Samui werden häufig ganze Garnelen mit Kopf verwendet, da sie der Brühe zusätzliches Aroma verleihen.
Tom Yam Gai (ต้มยำไก่) wird mit Hühnchen zubereitet und gehört ebenfalls zu den klassischen Varianten. Je nach Rezept kommen Hähnchenbrust oder Hähnchenschenkel zum Einsatz. Das Fleisch nimmt die Aromen der Brühe gut auf und sorgt für eine etwas andere Geschmacksrichtung als die Garnelen-Version.
Tom Yam Thalee (ต้มยำทะเล) kombiniert verschiedene Meeresfrüchte wie Garnelen, Tintenfisch, Muscheln oder Fisch. Besonders in Küstenregionen und auf den Inseln Thailands gehört diese Variante zu den beliebtesten Tom-Yam-Gerichten.
Tom Yam Het (ต้มยำเห็ด) wird mit Pilzen zubereitet und ist eine beliebte vegetarische Alternative. Häufig kommen Strohpilze, Austernpilze oder Shiitake-Pilze zum Einsatz. Für eine vegetarische oder vegane Version wird die Fischsauce durch Sojasauce oder vegane Fischsauce ersetzt.
Tom Kha Gai (ต้มข่าไก่) ist streng genommen keine Tom-Yam-Variante, wird aber häufig mit ihr verglichen. Die Suppe basiert auf Kokosmilch und Hühnchen und schmeckt deutlich milder und cremiger. Namensgebend ist der Galgant (Kha – ข่า), dessen Aroma hier besonders gut zur Geltung kommt.
Neben den verschiedenen Einlagen unterscheidet man in Thailand außerdem zwischen Tom Yam Nam Sai (ต้มยำน้ำใส), der klaren Version der Suppe, und Tom Yam Nam Khon (ต้มยำน้ำข้น), die mit Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา) und häufig etwas Kondensmilch oder Milch zubereitet wird. Beide Varianten sind heute in Thailand weit verbreitet.
Wo isst man gutes Tom Yam in Thailand?
Tom Yam gehört in Thailand zu den Gerichten, die man nahezu überall findet – von einfachen Garküchen bis zu gehobenen Restaurants. Besonders gut schmeckt die Suppe dort, wo die Brühe frisch mit Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenblättern zubereitet wird, anstatt auf fertige Würzpasten zurückzugreifen.
In Bangkok findet man Tom Yam in nahezu jedem Stadtviertel. Beliebt sind vor allem die Restaurants und Garküchen in Yaowarat (Bangkoks Chinatown) sowie die traditionellen Wohnviertel rund um die Altstadt. Auch auf vielen Märkten und Food Courts gehört Tom Yam zu den Standardgerichten.
Auf Koh Samui wird Tom Yam häufig mit frischen Garnelen und Meeresfrüchten aus dem Golf von Thailand serviert. Besonders in lokalen Restaurants in Nathon, Bangrak oder Maenam findet man oft sehr authentische Varianten der Suppe. Die Zubereitung ist hier meist etwas kräftiger und schärfer als in vielen touristisch geprägten Restaurants.
In Chiang Mai stehen andere Spezialitäten wie Khao Soi stärker im Mittelpunkt. Dennoch findet man auch hier ausgezeichnetes Tom Yam, insbesondere auf Nachtmärkten, in lokalen Restaurants und in modernen Thai-Restaurants.
Wie bei vielen Gerichten der thailändischen Küche gilt auch bei Tom Yam: Die Qualität hängt weniger vom Preis als von der Frische der Zutaten und der Sorgfalt bei der Zubereitung ab. Oft gehören die besten Suppen zu den unscheinbarsten Lokalen.
Tom Yam Goong selber kochen – Das Rezept
Tom Yam Goong lässt sich auch zu Hause relativ einfach zubereiten, sofern die wichtigsten Zutaten verfügbar sind. Zitronengras (ตะไคร้), Galgant (ข่า) und Kaffirlimettenblätter (ใบมะกรูด) gehören zu den Grundzutaten und sind in vielen Asiashops erhältlich. Frische Zutaten liefern dabei meist das beste Aroma, tiefgekühlte Produkte sind jedoch eine gute Alternative.
Ein wichtiger Punkt bei der Zubereitung ist der Limettensaft. Er wird traditionell erst am Ende hinzugefügt, nachdem die Suppe vom Herd genommen wurde. So bleibt das frische Aroma erhalten und die typische säuerliche Note kommt besser zur Geltung.
Das folgende Rezept orientiert sich an der klassischen Tom Yam Goong mit Garnelen, wie sie in vielen Restaurants und Garküchen in Thailand serviert wird.
Tom Yam Goong Nam Khon – mit Garnelen
Die cremigere Variante des Thai-Klassikers. Durch Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา) und etwas Kondensmilch erhält die Brühe ihre typische orange-rötliche Farbe und einen volleren Geschmack, ohne dabei ihre charakteristische Schärfe und Säure zu verlieren.
Tom Yam Goong Nam Khon – Cremige Thai-Suppe mit Garnelen
Scharf, sauer und aromatisch – die beliebte Tom-Yam-Variante mit frischen Garnelen, Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblättern und Nam Prik Pao. Die leichte Cremigkeit macht die Brühe etwas runder, ohne ihren authentischen Charakter zu verändern.
Tom Yam Goong Nam Khon – Cremige Thai-Suppe mit Garnelen
Scharf, sauer und aromatisch – die beliebte Tom-Yam-Variante mit frischen Garnelen, Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblättern und Nam Prik Pao. Die leichte Cremigkeit macht die Brühe etwas runder, ohne ihren authentischen Charakter zu verändern.

Kategorie: Hauptspeise
Küche: Thailändisch
Schwierigkeit: Einfach
Zutaten für 2 Personen
Für die Brühe
- 600 ml Wasser
- 250 g frische Garnelen, möglichst mit Kopf und Schale
- 2 Stängel Zitronengras (ตะไคร้), untere 10–15 cm, leicht angequetscht und in Stücke geschnitten
- 5–6 Scheiben frischer Galgant (ข่า)
- 4 Kaffirlimettenblätter (ใบมะกรูด), leicht eingerissen
- 3–5 Thai-Chilischoten (พริกขี้หนู), je nach gewünschter Schärfe
- 100 g Strohpilze (เห็ดฟาง) oder Austernpilze
- 4–6 Kirschtomaten, halbiert
Zum Würzen
- 2–3 EL Fischsauce (น้ำปลา)
- 1 EL Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา)
- 2–3 EL Kondensmilch oder Thai Evaporated Milk
- 2–3 EL frischer Limettensaft (น้ำมะนาว)
Zum Servieren
- 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
- 2–3 Zweige frischer Koriander (ผักชี)
- Nach Wunsch zusätzliche Thai-Chilischoten und Limettenspalten
Dazu servieren
- 2 Portionen Jasminreis
Vorbereitung der Garnelen
Die Garnelen unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen.
Wenn ganze Garnelen verwendet werden, die Schale nach Wunsch belassen. Anschließend mit einem kleinen Messer entlang des Rückens einen flachen Schnitt setzen und den dunklen Darm entfernen.
Für eine besonders aromatische Tom-Yam-Brühe können Kopf und Schale während des Kochens an den Garnelen bleiben. Sie geben zusätzlich Geschmack an die Suppe ab. Vor dem Essen werden die Garnelen dann meist direkt am Tisch geschält.
Wer es einfacher mag, kann die Garnelen bereits vor dem Kochen vollständig schälen und nur das Schwanzsegment belassen oder auch dieses entfernen.
Weitere Vorbereitungen
- Zitronengras (ตะไคร้) mit dem Messerrücken leicht andrücken und in etwa 3–4 cm lange Stücke schneiden.
- Galgant (ข่า) in dünne Scheiben schneiden.
- Kaffirlimettenblätter (ใบมะกรูด) leicht einreißen, damit sie ihr Aroma besser abgeben.
- Kirschtomaten halbieren.
- Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
- Limetten auspressen.
Zubereitung von Tom Yam Goong Nam Khon
1. Brühe aromatisieren
600 ml Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Zitronengras (ตะไคร้), Galgant (ข่า) und Kaffirlimettenblätter (ใบมะกรูด) hinzufügen und etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, damit die Aromen in das Wasser übergehen.
2. Chilis und Nam Prik Pao hinzufügen
Die Thai-Chilischoten (พริกขี้หนู) in den Topf geben. Für eine mildere Suppe die Chilis ganz lassen, für mehr Schärfe halbieren oder leicht zerdrücken.
Anschließend die Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา) einrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat.
3. Pilze und Tomaten garen
Die Pilze und Kirschtomaten hinzufügen und 2 bis 3 Minuten köcheln lassen, bis die Tomaten leicht weich werden.
4. Würzen und cremig machen
Die Fischsauce (น้ำปลา) sowie die Evaporated Milk (นมข้นจืด) oder alternativ Kondensmilch einrühren. Die Brühe erhält nun ihre typische leicht cremige Konsistenz und die charakteristische orange-rötliche Farbe.
5. Garnelen garen
Die Garnelen in die heiße Brühe geben und 2 bis 3 Minuten garen, bis sie rosa und gerade eben durchgegart sind.
Den Topf anschließend vom Herd nehmen.
6. Limettensaft hinzufügen
Erst jetzt den frischen Limettensaft (น้ำมะนาว) einrühren.
Die Suppe abschmecken. Typisch für Tom Yam ist die ausgewogene Balance aus Schärfe, Säure und Salzigkeit.
7. Servieren
Die Suppe in tiefe Schüsseln füllen und mit Frühlingszwiebeln sowie frischem Koriander garnieren.
In Thailand wird Tom Yam häufig zusammen mit Jasminreis serviert.
Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenblätter verbleiben meist in der Suppe, werden aber normalerweise nicht mitgegessen.
Notizen
Tipp 1 – Limettensaft immer erst zum Schluss:
Der wichtigste Handgriff bei Tom Yam. Frischer Limettensaft wird traditionell erst nach dem Kochen in die Suppe gegeben, damit sein Aroma erhalten bleibt.
Tipp 2 – Garnelen mit Kopf sorgen für mehr Aroma:
Wenn möglich, Garnelen mit Kopf und Schale verwenden. Sie geben der Brühe deutlich mehr Geschmack. Vor dem Essen können die Garnelen direkt am Tisch geschält werden.
Tipp 3 – Klare oder cremige Variante:
Ohne Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา) entsteht die klare Variante Tom Yam Nam Sai (ต้มยำน้ำใส). Mit Nam Prik Pao und etwas Evaporated Milk oder Kondensmilch wird daraus Tom Yam Nam Khon (ต้มยำน้ำข้น) – die cremigere Version, die heute in vielen Restaurants in Thailand serviert wird.
Tipp 4 – Schärfe individuell anpassen:
Die Schärfe hängt vor allem von den verwendeten Thai-Chilischoten (พริกขี้หนู) ab. Ganze Chilis ergeben eine mildere Suppe, zerdrückte Chilis sorgen für deutlich mehr Schärfe.
Tipp 5 – Vegetarische Variante:
Für Tom Yam Het (ต้มยำเห็ด) werden die Garnelen durch verschiedene Pilze ersetzt. Fischsauce kann durch vegane Fischsauce oder helle Sojasauce ersetzt werden.
Fazit: Warum Tom Yam zu den bekanntesten Gerichten der Thai Küche gehört
Tom Yam Goong gehört nicht ohne Grund zu den bekanntesten Gerichten Thailands. Die Suppe zeigt, wie viel Geschmack mit vergleichsweise wenigen Zutaten entstehen kann. Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblätter, Chili, Limettensaft und Fischsauce ergeben zusammen eine Brühe, die gleichzeitig würzig, scharf und angenehm frisch schmeckt.
Wer Thailand bereist, sollte Tom Yam unbedingt in einer guten Garküche oder einem lokalen Restaurant probieren. Doch auch zu Hause lässt sich die Suppe überraschend einfach zubereiten, sofern die wichtigsten Zutaten verfügbar sind. Viele davon sind heute problemlos in Asiashops erhältlich.
Der größte Vorteil: Tom Yam benötigt keine komplizierten Techniken und keine stundenlangen Kochzeiten. Innerhalb weniger Minuten entsteht eine aromatische Suppe, die einen guten Eindruck davon vermittelt, warum die thailändische Küche weltweit so beliebt ist.
Wenn du bisher nur die oft angepassten Versionen aus westlichen Thai-Restaurants kennst, lohnt sich das Nachkochen besonders. Mit frischen Zutaten und einer selbst zubereiteten Brühe schmeckt Tom Yam meist deutlich näher an dem, was in Thailand täglich serviert wird.
FAQ – Häufige Fragen zu Tom Yam
Was ist der Unterschied zwischen Tom Yam und Tom Kha?
Beide Suppen verwenden Zitronengras (ตะไคร้), Galgant (ข่า) und Kaffirlimettenblätter (ใบมะกรูด) als Aromabasis. Der wichtigste Unterschied liegt in der Brühe: Tom Yam wird mit Wasser oder Brühe zubereitet und schmeckt scharf und säuerlich. Tom Kha enthält Kokosmilch und ist dadurch cremiger und milder.
Enthält Tom Yam Kokosmilch?
Die klassische Variante Tom Yam Nam Sai (ต้มยำน้ำใส) enthält keine Kokosmilch. Die verwandte Suppe Tom Kha basiert dagegen auf Kokosmilch. Moderne Varianten von Tom Yam Nam Khon (ต้มยำน้ำข้น) werden häufig mit Nam Prik Pao (น้ำพริกเผา) und etwas Kondensmilch oder Milch verfeinert.
Wie scharf ist Tom Yam?
Tom Yam ist traditionell scharf, da frische Thai-Chilischoten (พริกขี้หนู) zu den wichtigsten Zutaten gehören. Die Schärfe lässt sich jedoch leicht anpassen. Werden die Chilis ganz verwendet, fällt die Suppe milder aus als bei zerdrückten oder fein geschnittenen Schoten.
Kann man Tom Yam vegetarisch oder vegan zubereiten?
Ja. Für eine vegetarische oder vegane Version werden Garnelen und Fischsauce ersetzt. Besonders beliebt ist Tom Yam Het (ต้มยำเห็ด) mit Pilzen. Als Alternative zur Fischsauce eignen sich vegane Fischsauce oder helle Sojasauce.
Welche Pilze passen am besten in Tom Yam?
Traditionell werden Strohpilze (Het Fang – เห็ดฟาง) verwendet. Außerhalb Thailands kommen häufig Austernpilze oder Shiitake-Pilze zum Einsatz. Beide harmonieren sehr gut mit den kräftigen Aromen der Brühe.
Welche Einlage gehört traditionell in Tom Yam?
Die bekannteste Variante ist Tom Yam Goong (ต้มยำกุ้ง) mit Garnelen. Daneben sind Tom Yam Gai (ต้มยำไก่) mit Hühnchen, Tom Yam Thalee (ต้มยำทะเล) mit Meeresfrüchten und Tom Yam Het (ต้มยำเห็ด) mit Pilzen weit verbreitet.
Ist Tom Yam glutenfrei?
Traditionelles Tom Yam wird meist ohne glutenhaltige Zutaten zubereitet und ist grundsätzlich glutenfrei. Allerdings können einzelne Würzsaucen oder Fertigpasten Gluten enthalten. Wer an Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit leidet, sollte daher die verwendeten Zutaten prüfen.
Was kostet Tom Yam in Thailand?
In einfachen Restaurants kostet eine Portion Tom Yam meist zwischen 80 und 120 Baht. In touristischen Restaurants liegen die Preise häufig zwischen 120 und 250 Baht, je nach Lage und verwendeten Zutaten. Varianten mit großen Garnelen oder gemischten Meeresfrüchten sind in der Regel etwas teurer.
Wie schmeckt Tom Yam?
Tom Yam hat einen Geschmack, den viele Menschen nach dem ersten Probieren nicht mehr vergessen. Die Suppe vereint mehrere typische Aromen der thailändischen Küche: Sie ist gleichzeitig scharf, sauer, salzig und sehr aromatisch.
Die Säure stammt vor allem vom frischen Limettensaft, während Thai-Chilischoten für die Schärfe sorgen. Fischsauce bringt Würze und Umami, während Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenblätter der Brühe ihre charakteristischen Zitrus- und Kräuternoten verleihen.
Die klassische Tom Yam Nam Sai (ต้มยำน้ำใส) wirkt dadurch frisch, leicht und intensiv. Die cremigere Variante Tom Yam Nam Khon (ต้มยำน้ำข้น) schmeckt etwas milder und runder, da zusätzlich Nam Prik Pao und meist etwas Evaporated Milk oder Kondensmilch verwendet werden.
Wer Tom Yam zum ersten Mal probiert, beschreibt den Geschmack oft als eine Kombination aus frischer Limette, würzigen Kräutern, angenehmer Schärfe und kräftigem Umami.

Willkommen auf unserem Thailand-Reiseblog Sonne auf der Haut.
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